Out of Ideas
Rückblick

Ich schreibe.
Ich weiß nicht ob es sinnvoll ist, ich tue es dennoch.

Die Klinik hat mich kaputt gemacht. Ich war es davor schon, aber auf eine andere Art und Weise. Wenigstens hatte ich zum Schluss, bevor ich dort aufgenommen wurde, die Hoffnung, dass man mir vielleicht helfen könnte.

Jetzt nicht mehr. Ganz und gar nicht mehr.
Ich weiß nicht mehr, wem ich vertrauen kann und wem nicht mehr. In wem habe ich mich getäuscht. Wer sagt mir die Wahrheit, wer hat mich enttäuscht? Wer lügt mich an und auf wen kann ich mich verlassen?

Diese ganze Borderline – Geschichte hat mir den Rest gegeben. Den Rest zu sagen, ich lasse mich auf nichts mehr ein, vertraue niemanden mehr und ziehe mich auf dem Hilfssystem zurück.
Es waren grausige 6 Wochen, in denen ich ständig mit etwas konfrontiert wurde, das ich nicht bin. Wochen, in denen ich das ausleben durfte, was destruktiv ist. Schlafen den lieben langen Tag lang, weil ich für das Therapieprogramm nicht geeignet war. Oder mich weiter runterziehen.

Anscheinend stabil entlassen. Eine Woche vorher durfte ich nicht gehen, weil ich starke Suizidgedanken hatte. Spontanheilung? Nein, es wurde einfach nicht mehr thematisiert. Ach so und auf meinem Entlassungsbericht steht nichts von Borderline…

Und jetzt? Jetzt sitze ich zuhause und kann schauen, wie ich damit zurechtkomme.

Keine Hilfe mehr, nichts mehr. Termine etc. werden auf das nötigste beschränkt und was sollte ich noch von mir preisgeben?
Es gibt keine Hilfe, ich habe es kapiert.

Seit vier Wochen gelte ich wieder als arbeitsfähig. 6 Wochen Wiedereingliederung liegen hinter mir. Es strengt sehr an, jetzt wieder 8 h, 9h oder 10 h zu arbeiten.

Aber was solls. Die drei Monate, in denen ich krankgeschrieben war, eigentlich war alles umsonst… außer das ich viele nette Leute kennengelernt habe, aber das war nicht Sinn der Sache… wenigstens ein ganz schwacher Trost.
4.12.11 22:25


Teil 2

Scheiße. Jetzt ist die Kacke richtig am Dampfen.

Klingel. Klingel. Klingel. Mein Nachbar, aber ich mache ja Grundsätzlich nicht auf, weil ich nicht auf geräumt habe und nur Unordnung habe, so auch im Flur.

Ich gehe also kurz darauf raus und klingel bei ihm, was er wollte. Ja, er wollte mich nur an die Kehrwoche erinnern, weil sie wieder nicht gemacht ist. Ich nur so „Ja ich weiß, aber es ist noch nicht Sonntagabend“ „Ja, aber das macht man auch Freitags oder allerspätestens Samstags“ „Ähm okay, sie wissen, dass ich berufstätig bin und außerdem kann ich lesen und weiß, dass ich Kehrwoche habe, es war einmal, dass ich sie nicht gemacht habe“ „Genau und deswegen wird jetzt genauer drauf geachtet, weil Sie sie einmal nicht gemacht haben, vielleicht auch öftern, ansonsten muss man da über Frau L. (Vermieterin) eine Regelung finden, genauso wegen ihrer verwahrlosten Wohnung“. Ich nur noch „Schönen Abend und danke für die Erinnerung“.


….. scheiße.


Ich putze jetzt mit kochendem Wasser das Treppenhaus. In der Hoffnung mir die Hände zu verbrennen.

26.6.11 17:30


*klingeeeeeeeeeeeeeeel*

Wie Idiotisch das meine Nachbarn an meiner Haustüre klingeln. Ich weiß, dass ich Kehrwoche habe, schließlich bin ich des Lesens mächtig und es ist mir völlig egal, dass ich die einzige bin, die das Sonntags macht. Hallo?! Das heißt Wochenende und nicht Arbeit. Autsch, nur weil das alles Rentner sind, deren einziges Highlight in der Woche die Kehrwoche ist, geht’s mir nicht genauso.

Außerdem mal ganz ehrlich: hier gehen drei Leute ein und aus – manchmal auch vier oder fünf, wo soll der ganze Dreck herkommen der es Rechtfertigt, dass hier jedes Wochenende feucht gewischt werden muss? Eben…. Ich esse am Tisch und nicht am Boden ^^. Sarkasmus.

Ich geh in den Rachen des Löwen, aber eher, weil ich mal meine Wäsche aufhängen sollte…. Mal gespannt ob sie mich auflauern.

Bin ja so faul und schlampig in deren Augen… ja ja ja…. LMAA.

P.S. Dazu sollte ich sagen, dass ich schon vor vier Wochen keine gemacht habe, weil ich lieber im SChloßgarten lag ^^
26.6.11 15:54


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